Wenn eine Website im Browser erscheint, ist noch nicht jede Domainfrage geklärt. DNS bestimmt, wohin der Name verweist. Der Webserver muss die richtige Website ausliefern. HTTPS braucht ein passendes Zertifikat. Weiterleitungen führen Besucher zur festgelegten Hauptadresse. Prüfe diese Bestandteile nacheinander, damit ein Fehler nicht mit einer ungeeigneten Änderung an einer anderen Stelle behandelt wird.
Dokumentiere den vorgesehenen Zustand
Halte Hauptdomain, mögliche www-Schreibweise, zuständige Nameserver und die tatsächlich zugewiesenen Hostingadressen fest. Nutze die Angaben deiner eigenen Hostingumgebung. Kopiere keine IP-Adresse aus einem anderen Projekt. Notiere auch, wo E-Mail betrieben wird, damit eine Websiteänderung nicht versehentlich den Mailbetrieb betrifft.
IPv4 und IPv6 sind getrennte Prüfungen. Ein A-Eintrag beschreibt das IPv4-Ziel, ein AAAA-Eintrag das IPv6-Ziel. Trage eine IPv6-Adresse nur ein, wenn sie der eigenen Website zugeordnet ist und der Dienst darüber funktioniert. Die DNS-Dokumentation von MDN erläutert diese Zuordnung von Namen und technischen Zielen.
Prüfe die veröffentlichte DNS-Antwort
Kontrolliere zunächst die Antworten der autoritativen Nameserver und danach die Auflösung über gewöhnliche DNS-Dienste. Nach Änderungen können zwischengespeicherte Antworten noch einen älteren Zustand zeigen. Halte deshalb Zeitpunkt und abgefragte Stelle fest. Wenn nur dein Rechner ein anderes Ergebnis liefert, ist ein lokaler Cache denkbar; das beweist aber noch keine korrekte Veröffentlichung.
| Prüfung | Was sie bestätigt |
|---|---|
| Autoritatives DNS | Welche Adressen offiziell veröffentlicht sind |
| IPv4-Verbindung | Ob das IPv4-Ziel die Website ausliefert |
| IPv6-Verbindung | Ob das IPv6-Ziel tatsächlich erreichbar ist |
| TLS-Namensprüfung | Ob das Zertifikat zum Hostnamen passt |
Eine direkte Verbindung zu einer bekannten Adresse kann bei der Fehlersuche helfen. Sie beweist nicht, dass Besucher diese Adresse über DNS erhalten. Ebenso ist eine funktionierende IPv4-Verbindung kein IPv6-Nachweis. Beschreibe im Prüfprotokoll immer, welche Verbindung und welchen Namen du tatsächlich getestet hast.
Prüfe das Zertifikat für jeden verwendeten Namen
HTTPS verwendet TLS, um die Verbindung zu schützen. Das eingesetzte Zertifikat muss den angefragten Hostnamen abdecken und vom Browser akzeptiert werden. Prüfe Hauptdomain und www gesondert, wenn beide verwendet werden. Rufe die Website ohne umgangene Zertifikatsprüfung auf. Eine Verbindung mit ignorierter Warnung ist kein erfolgreicher Zertifikatscheck.
Kläre außerdem den Erneuerungsweg. Ein heute gültiges Zertifikat bleibt nur dann nutzbar, wenn seine Verlängerung funktioniert. Die konkrete Einrichtung gehört in die Zuständigkeit der Hostingverwaltung. WordPress dokumentiert zusätzliche Einstellungen für den Betrieb über HTTPS; prüfe danach auch eingebundene Medien und die Administration.
Teste Weiterleitungen mit einer Unterseite
Rufe die unverschlüsselte Adresse und die alternative Hostnamenschreibweise auf. Beide sollten zur vorgesehenen HTTPS-Hauptadresse führen. Nutze dafür neben der Startseite eine tatsächliche Unterseite mit einem Queryparameter. Pfad und notwendige Parameter dürfen bei der Weiterleitung nicht verloren gehen. Vermeide widersprüchliche Regeln in mehreren Werkzeugen.
- Die festgelegte Hauptadresse ist erreichbar.
- Das Zertifikat passt zu den verwendeten Hostnamen.
- Alternative Schreibweisen führen konsistent dorthin.
- Eine Unterseite bleibt bei der Weiterleitung erhalten.
Für eine Supportanfrage ist ein kleines Protokoll hilfreich: die betroffene Domain, die genaue Adresse, der Zeitpunkt und die angezeigte Fehlermeldung. Ergänze, ob du IPv4 oder IPv6 geprüft hast und ob die Beobachtung an mehreren Verbindungen auftritt. Zugangsdaten und private Verwaltungslinks gehören nicht in dieses allgemeine Protokoll. Eine Bildschirmaufnahme kann die Meldung zeigen; entscheidend bleiben die reproduzierbaren Schritte. Nach einer Korrektur wiederholst du genau dieselbe Prüfung. Halte ältere Ergebnisse mit Datum getrennt vom neuen Stand, damit niemand eine überholte DNS-Antwort als aktuelle Einrichtung bewertet. Bei mehreren verwalteten Domains kontrollierst du vor jeder Änderung nochmals den eigenen Zielnamen.
Grenze Fehler anhand der Stufe ein
Eine falsche DNS-Antwort wird bei der DNS-Verwaltung untersucht. Eine Standardseite am richtigen Ziel kann auf eine falsche Hostingzuordnung hinweisen. Eine Zertifikatswarnung verlangt eine Prüfung von Namen und Zertifikat. Ein Redirectkreis deutet auf widersprüchliche Adress- oder Weiterleitungsregeln. Halte die Beobachtung genau fest, bevor du Änderungen vornimmst.
Diese Checks gehören in den Launchcheck und werden nach einem Umzug wiederholt. Wenn du die Domain noch auswählst, hilft die Domainplanung, Zuständigkeiten früh festzuhalten. Eine saubere Dokumentation macht spätere Änderungen erheblich leichter.
Quellen und Einordnung
Offizielle Quellen, geprüft am 7. Oktober 2026. Technische Anleitungen und Anbieterangaben sind von redaktionellen Beispielen getrennt.
