Ein Launchcheck beantwortet eine konkrete Frage: Ist der vorgesehene erste Auftritt vollständig und benutzbar? Er ist kein Versprechen, dass danach nie ein Fehler auftritt. Er sorgt dafür, dass bekannte Probleme, fehlende Inhalte und ungeklärte Zuständigkeiten vor der Veröffentlichung sichtbar werden. Arbeite mit dem tatsächlichen Entwurf und notiere, welche Prüfungen ausgeführt wurden und was noch offen ist.

Vergleiche die Website mit ihrem Auftrag

Lies zuerst dein Projektbriefing. Kann die Zielgruppe jetzt die vorgesehenen Fragen beantworten? Öffne jede Seite im Inhaltsplan und kontrolliere, ob Text, Bilder und Links vollständig sind. Suche nach Platzhaltern, veralteten Adressen und angekündigten Funktionen ohne tatsächliche Umsetzung.

Prüfe Angaben mit der verantwortlichen Person. Geschäftsdaten, Kontaktwege und Leistungsbeschreibungen brauchen eine belastbare Freigabe. Rechtliche Angaben müssen zum wirklichen Betreiber und Angebot passen. Übernimm sie nicht ungeprüft aus einem anderen Projekt. Bei Werbung und Produktvorstellungen sind Kennzeichnung, aktuelle Quelle und richtige Bestellziele Teil der Inhaltskontrolle.

Gehe die wichtigsten Besucherwege durch

Wähle Aufgaben, die das Projekt tatsächlich erfüllen soll. Ein Betrieb prüft den Weg zur Leistung und zur Anfrage. Ein Portfolio prüft eine Arbeit und den Kontakt. Ein Magazin prüft Themenübersicht, Artikel und ergänzende Links. Bearbeite die Aufgabe als Besucher, ohne Wissen aus der Administration vorauszusetzen. Halte fest, ob die Handlung am Ende wirklich funktioniert.

Ein überschaubares Launchprotokoll
Prüfbereich Beleg
Inhalt Freigegebene Seitenliste und Angaben
Bedienung Geprüfte Wege auf Desktop und Telefon
Technik Domain, HTTPS und Weiterleitungen geprüft
Betrieb Sicherung, Zugänge und Zuständigkeit geklärt

Nutze mindestens eine lange Detailseite, damit Tabellen, Bilder und deutsche Überschriften geprüft werden. Führe den mobilen Test und eine erste Zugänglichkeitsprüfung aus. Ein Screenshot allein dokumentiert die Bedienung nicht; ergänzt werden die tatsächlich durchgegangenen Schritte.

Prüfe Domain und Schutz getrennt

Kontrolliere die Hauptadresse, beide verwendeten Hostnamenschreibweisen und eine tiefe Unterseite. HTTP sollte nachvollziehbar zur vorgesehenen HTTPS-Adresse führen. Das Zertifikat muss zum verwendeten Namen passen. Prüfe, dass Bilder und andere eingebundene Ressourcen korrekt laden. Für DNS und IPv4 beziehungsweise IPv6 dient der eigene technische Ratgeber.

Entscheide den Zeitpunkt der Veröffentlichung ausdrücklich. Vorher kontrollierst du den Zugangsschutz ohne gespeicherte Anmeldung. Bei der Freigabe werden Zugangsschutz und Indexierungsregeln gezielt überprüft. Google dokumentiert, dass eine noindex-Anweisung die Aufnahme in Suchergebnisse verhindert; ihre Entfernung garantiert jedoch keine sofortige Indexierung oder bestimmte Sichtbarkeit.

Bereite den ersten Betriebstag vor

Erstelle eine aktuelle Sicherung des freigegebenen Stands und dokumentiere, wo sie liegt. Kläre, wer bei einem Problem reagiert und wie ein Rückweg funktioniert. Eine Sicherungsdatei ist noch kein durchgeführter Wiederherstellungstest. Der Ratgeber zur Backupplanung zeigt, welche Nachweise du unterscheiden solltest.

  • Administration und Zuständigkeit sind dokumentiert.
  • Der tatsächliche Kontaktweg wurde geprüft.
  • Eine aktuelle Sicherung ist vorhanden.
  • Offene Punkte haben Verantwortliche und Termine.
  • Die Veröffentlichung wurde bewusst freigegeben.

Ordne gefundene Punkte nach ihrer Wirkung. Ein nicht erreichbarer Kontakt, eine falsche Betreiberangabe oder eine unbrauchbare Navigation verhindert eine verlässliche Freigabe. Eine kleinere gestalterische Unstimmigkeit kann dagegen mit einem konkreten Termin bearbeitet werden, wenn der Auftritt vollständig nutzbar ist. Die Entscheidung sollte von der verantwortlichen Person bewusst getroffen und dokumentiert werden. Ergänze bei jedem offenen Punkt den nächsten Schritt. Damit bleibt der Launchcheck eine Arbeitsliste und wird nicht zu einem bloßen Abhaken von Kästchen. Für die Übergabe hilft eine kurze gemeinsame Durchsicht am tatsächlichen Entwurf, bei der Inhalt und Bedienung gezeigt werden.

Prüfe nach der Umstellung erneut

Öffne die öffentliche Website nach der Freigabe in einer neuen Sitzung. Wiederhole die Hauptwege, statt dich auf die Entwurfsprüfung zu verlassen. Kontrolliere Weiterleitungen und Medien unter den endgültigen Adressen. Bei einem Umzug beobachtest du zusätzlich, ob alte URLs passend zum neuen Inhalt führen. Die Anleitung zum Websiteumzug erläutert diesen Ablauf.

Halte im Protokoll drei Zustände auseinander: geprüft, vorbereitet und offen. „Kontakt geprüft“ heißt beispielsweise, dass eine Anfrage tatsächlich angekommen ist. „Sicherung vorbereitet“ bedeutet nicht automatisch, dass sie schon gelaufen ist. Diese Unterscheidung macht die Übergabe nützlich und erleichtert die ersten Aufgaben nach dem Start.

Quellen und Einordnung

Offizielle Quellen, geprüft am 7. Oktober 2026. Technische Anleitungen und Anbieterangaben sind von redaktionellen Beispielen getrennt.