Eine Website lässt sich schnell mit Seiten füllen. Schwieriger ist die Entscheidung, was diese Seiten für ihre Besucher leisten sollen. Vielleicht willst du Arbeiten zeigen, Anfragen für einen Betrieb erhalten oder Wissen zu einem Thema sammeln. Diese Aufgaben brauchen unterschiedliche Einstiege, Inhalte und Pflege. Schreibe deshalb zuerst ein kurzes Briefing. Es hilft dir später, bei Theme, Hosting und Funktionsumfang begründet zu entscheiden.
Formuliere eine Aufgabe, die jemand verstehen kann
Ergänze diesen Satz: Meine Website hilft einer bestimmten Gruppe dabei, eine konkrete Frage zu beantworten oder einen nächsten Schritt zu machen. Eine Fotografin könnte schreiben: Menschen, die eine Reportage buchen möchten, sollen meinen Stil erkennen und eine Anfrage schicken können. Ein Fachmagazin hat eine andere Aufgabe: Leser sollen ein Problem verstehen und eine passende Anleitung finden.
Beschreibe den Nutzen aus Besuchersicht. „Wir brauchen einen modernen Auftritt“ sagt wenig über den Inhalt. „Interessenten können unsere Leistungen, das Einsatzgebiet und den Kontaktweg erkennen“ lässt sich dagegen auf fertigen Seiten überprüfen. Wenn mehrere Personen entscheiden, sollte jede das Briefing lesen und seine wichtigste Aussage in eigenen Worten wiedergeben können.
Lege die erste vollständige Version fest
Eine kleine vollständige Website ist ein sinnvoller Start. Vollständig heißt, dass ihr Hauptweg funktioniert und keine versprochenen Inhalte fehlen. Für ein Portfolio reichen möglicherweise ausgewählte Arbeiten, eine Vorstellung und ein Kontaktweg. Ein Contentprojekt braucht zusätzlich eine nachvollziehbare Themenstruktur. Einzelheiten findest du in unseren Planungen für ein Portfolio, eine Firmenwebsite und ein Contentprojekt.
| Frage | Konkrete Antwort im Briefing |
|---|---|
| Für wen? | Eine klar benannte Besuchergruppe |
| Wozu? | Eine Information oder Handlung |
| Was zum Start? | Eine überschaubare Liste fertiger Seiten |
| Wer pflegt? | Eine verantwortliche Person mit Zeitfenster |
Eine praktische Übung: Lass eine zweite Person mit deinem Briefing drei geplante Seiten auswählen. Vergleicht danach eure Auswahl. Wenn ihr unterschiedliche Hauptaufgaben erkennt, präzisiert den ersten Satz. Wenn nur die Reihenfolge verschieden ist, könnt ihr sie im Entwurf testen. Halte die Entscheidung mit einer kurzen Begründung fest. So entsteht eine nachvollziehbare Grundlage, auf die ihr bei späteren Funktionswünschen zurückkommen könnt, ohne jedes Mal die gesamte Projektidee neu zu diskutieren.
Prüfe das vorhandene Material
Lege Texte, Bilder, Logos und Nachweise in einem Projektordner ab. Kennzeichne, was verwendbar ist, was aktualisiert werden muss und was noch fehlt. Ein schöner Entwurf mit Platzhalterfotos beantwortet die Frage nach deinem tatsächlichen Angebot noch nicht. Sammle außerdem wiederkehrende Kundenfragen oder Themenfragen. Sie sind ein guter Ausgangspunkt für Seitenüberschriften und erklären, warum eine Information auf der Website stehen sollte.
Ordne jeder geplanten Seite eine verantwortliche Person und ein Freigabedatum zu. So wird früh sichtbar, ob der Engpass in der Technik oder bei Bildern und Texten liegt. Den nächsten Schritt beschreibt der Inhaltsplan. Plane rechtliche und organisatorische Angaben als eigenes Arbeitspaket ein und lasse ihre Eignung für deinen tatsächlichen Auftritt prüfen.
Setze einen realistischen Arbeitsrahmen
Teile Aufwand in Aufbau und laufenden Betrieb. Auch eine kleine Website braucht Aktualisierungen, Sicherungen und gelegentliche Korrekturen. Halte fest, wer Zugang zur Administration bekommt und wer bei einem Fehler erreichbar ist. Ein Termin wird belastbarer, wenn du zwei getrennte Meilensteine planst: einen vollständigen geschützten Entwurf und anschließend die Veröffentlichung nach Prüfung.
- Welche Funktionen sind für den Hauptweg erforderlich?
- Welche Funktionen können später mit einem klaren Anlass folgen?
- Welche Inhalte müssen vor dem Start vorliegen?
- Wie viel Pflegezeit steht regelmäßig zur Verfügung?
Wähle Hosting anhand dieses Rahmens
Notiere Anzahl der Websites, geplante Medien, benötigte Postfächer und besondere Anwendungen. Damit kannst du Angebote gezielter prüfen. Unsere Vorstellung von Webhosting Starter ordnet den Einstieg in ein überschaubares Projekt ein; für andere Anforderungen dienen die weiteren Produktseiten als Orientierung. Prüfe die aktuellen Vertragsdetails beim Anbieter, bevor du aus einer Projektskizze eine Bestellung machst.
Das Briefing darf eine Seite lang bleiben. Entscheidend ist, dass es Entscheidungen erleichtert. Lies es vor dem Launchcheck erneut: Findet die Zielgruppe jetzt die vorgesehenen Informationen? Funktioniert der nächste Schritt? Wer übernimmt den Betrieb? Wenn diese Fragen beantwortet sind, hat deine Planung ihren Zweck erfüllt.
